IRT ermittelt Zuschauer-Bedarf an alternativen Tonspuren

In einer Zuschauerbefragung in Kooperation mit dem rbb hat das Institut für Rundfunktechnik sehr interessante Ergebnisse erzielt:

“Neben der Analyse welche Sendungen (Genres) häufig schlecht verstanden werden und was dabei den größten Störeinfluss auf die Sprachverständlichkeit hat, wurde auch ermittelt, dass eine Verbesserung vorranging durch ein Betonen der Stimmklangfarbe und eine eigenständige Lautstärkeregulierung der Sprache erreicht werden könnte. Zudem wäre zusätzlich zur Originalfassung die Bereitstellung von zwei bis drei in der Sprachverständlichkeit verbesserten Tonfassungen erwünscht, unter denen man bei Bedarf auswählen kann.

Genau dieser Ansatz wird derzeit in dem EU-geförderten Projekt HBB4ALL speziell für Hörgeschädigte getestet. Durch eine spezielle Bearbeitung von Frequenz, Dynamik und Mischungsverhältnis fertig produzierter Eingangssignale (Stereo oder 5.1) werden verschieden Tonfassungen erstellt, die je nach Art der Hörschädigung eine bessere Sprachverständlichkeit ermöglichen sollen. Art und Umfang der Bearbeitung der Signale wurde in Hörversuchen festgelegt.”

Wir sind natürlich sehr gespannt auf die konkreten Ergebnisse, besonders wegen der verblüffenden Ähnlichkeit zur EASY-LISTEN-Technologie. Eine praktikable technische Lösung durch Summenbearbeitung für breite Zuschauerschichten wäre ein Meilenstein für das barriererefreie Fernseherlebnis.

Mehr Infos dazu findet man hier.

Umfrage von IRT und rbb

Umfrage Bild

 

Das Institut für Rundfunktechnik (IRT) und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) sind zwei von insgesamt 12 Partnern des EU-Projektes HBB4ALL. Das Projekt befasst sich unter anderem mit der Sprachverständlichkeit von TV-Produktionen für Hörgeschädigte. Ziel ist eine Verbesserung der Sprachverständlichkeit für betroffene Personen.

Nun gibt es eine Online-Umfrage, in der Nutzer detailliert zu Ihren Problemen mit dem Fernsehton befragt werden. Hier geht es zur Umfrage – ein großes Feedback wäre natürlich toll!

Digitale Barrierefreiheit

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Im Rahmen des europäischen Programms HBB4ALL erarbeiten rbb und IRT “eine Anwendung, mit der hörbehinderte Zuschauerinnen und Zuschauer die Sprachverständlichkeit an ihre Bedürfnisse anpassen können.” Hörversuche sind ab Herbst 2015 geplant. Eine spannende Entwicklung!
Zur rbb-Seite

Erstmals Empfehlung für mehr Sprachverständlichkeit bei ARD und ZDF

ARD ZDF

 

Gute Nachrichten für alle Zuschauer: Auf der Tonmeistertagung präsentierten die Sender den Text  “Sprachverständlichkeit im Fernsehen – Empfehlungen für Programm und Technik“. Er wurde von einer neuen Arbeitsgruppe erstellt und umfasst Tips und Hinweise für alle Programmschaffenden.
 
Damit reagieren ARD und ZDF auf andauernde Zuschauerbeschwerden.
Das unter besonderer Mitarbeit von NDR und SWR erstellte Papier umfasst alle Produktionsschritte von der Planung bis zur Tonmischung und gibt so Hilfestellung für alle internen und externen Mitarbeiter.

Interessantes Seminar für Fernsehmacher

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Das Seminar  an der ARD.ZDF medienakademie heißt “Fernsehton aufgemischt – Konzepte für besseren Fernsehton“. Hier ein Textauszug:

“Die EBU Richtlinie R128 ist bei den Fernsehanstalten erfolgreich umgesetzt worden. Dennoch sind im (beitragsfinanzierten öffentlichen) Rundfunk Zuschauerbeschwerden diverser Art geblieben (u.a. Sprachverständlichkeit, usw.). Das Seminar behandelt die Ursachen umfassend über die gesamte Produktionskette hinweg. Teilnehmer/innen werden sensibilisiert und erhalten Lösungsansätze und -möglichkeiten, um die Zufriedenheit der Zuschauer zu steigern.”
 

Leider gibt es aber noch keinen Termin für das Seminar.

 

Ein Vormittag voller Sprachverständlichkeit

TMT 28












Auf der diesjährigen Tonmeistertagung in Köln gibt es gleich mehrere Vorträge zum Thema. U.a. wird die im NDR und SWR entstandene Guideline Sprachverständlichkeit vorgestellt. Das Papier orientiert sich stark an der altbekannten BBC-Guideline und beinhaltet weiterhin grundlegende Informationen über Hörschädigungen und eine Empfehlung für einen einzuhaltenden Störgeräuschabstand. Spannend bleibt, wie sich diese Bemühungen auf die realen Produktionen und letztendlich auf die Zuschauer-Zufriedenheit auswirken.

 Link zum TMT-Programm

Hörverlust auf Knopfdruck

Fader

 

Wie klingt meine Mischung wohl für einen älteren Zuschauer? Das fragen sich immer mehr Toningenieure und Tonmeister, wenn sie dem Filmton im Studio den letzten Schliff geben. Der EASY LISTEN-Hörverlust-Simulator gibt die Antwort auf diese Frage.  Hierfür wird das Plugin in den Abhörweg des Monitorings eingeschleift. Danach ist es bis zum Hörverlust nur noch ein Knopfdruck. Mehr Informationen dazu hier

NDR nutzt den EASY LISTEN Hörverlust-Simulator

EASY LISTEN News 29.08.2013

 

In einem mehrtägigen “Mischlabor” loten Toningenieure des NDR in den nächsten Tagen  technische Möglichkeiten für eine Verbesserung der Sprachverständlichkeit im Fernsehen aus. Mit dabei: der EASY LISTEN Hörverlust-Simulator. Mit seiner Hilfe können Tonprobleme schon vor der Ausstrahlung besser erkannt und behoben werden.  Wir wünschen ein gutes Gelingen!

Hörschaden auf Knopfdruck

Screenshot-SilverAge-2

Wie klingt meine Mischung wohl für einen älteren Zuschauer? Das fragen sich immer mehr Toningenieure und Tonmeister, wenn sie dem Filmton im Studio den letzten Schliff geben. Der EASY LISTEN-Hörverlust-Simulator gibt die Antwort auf diese Frage. Mehr Infos gibt es hier.